Was bedeuten mHEV- oder Mild-Hybrid-Systeme?

Es gibt eine lange Liste von Abkürzungen für ein Auto, zu denen in den letzten Jahren mHEV hinzugekommen ist. Seine ursprüngliche Bezeichnung ist Mild Hybrid Electric Vehicle, mit der Betonung auf „mild“ oder manchmal auch „light“. Das wichtigste Merkmal von mHEV-Antriebssträngen ist, dass sie im Gegensatz zu HEVs und PHEVs nicht in der Lage sind, ein Auto rein elektrisch anzutreiben. Die elektrische Maschine kann jedoch den Verbrennungsmotor an mehreren Stellen unterstützen und entlasten, was zu einem saubereren lokalen Betrieb und niedrigerem Kraftstoffverbrauch führt.

Es handelt sich um ein einfaches System, eine Einstiegslösung für Hybridautos. Es ist zum Beispiel in den 1,0- und 1,5-Liter-TSI-Motoren von Volkswagen verfügbar, wo ein Elektromotor in das System eingebaut ist, der mit 48 Volt arbeitet. Es gibt aber auch Systeme, die mit 12 Volt in Hybriden eingesetzt werden. Der Selbststarter-Generator, der etwa 8-14 PS leistet, ersetzt die herkömmliche Lichtmaschine und ist über einen Riemen mit dem Motor verbunden. Der Starter-Generator übernimmt in erster Linie die Funktion der Lichtmaschine, d. h. er erzeugt bei laufendem Motor auf herkömmliche Weise Strom für die 12-Volt-Batterie.

Der aus der 12-Volt-Batterie entnommene Strom wird von einem DC/DC-Wandler auf 48 Volt umgewandelt und in eine Lithium-Ionen-Batterie geladen, die im System des Volkswagen-Konzerns unter dem Beifahrersitz eingebaut ist. Die in dieser Batterie gespeicherte Energie kann vom riemengetriebenen Startergenerator (BSG) genutzt werden, um den Motor bei Stopp-Start-Abschaltungen wieder zu starten. Er kann auch den Antrieb unterstützen, indem er den Motor in Bereichen, in denen er am wenigsten effizient arbeitet, für einige Sekunden entlastet.

Mit diesem System können die eTSI-Motoren während der Fahrt auch bei höheren Geschwindigkeiten abgestellt werden, so dass das DSG-Getriebe in den Tempomodus geschaltet wird und das Auto ohne Verbrauch einfach dahinrollt. Wenn das Gaspedal berührt wird, startet der Benzinmotor sofort und zieht den Startergenerator an. Das BSG ist in der Lage, den Motor sehr sanft und mit einem Minimum an Vibrationen wieder zu starten. In diesem Fall ist auch ein herkömmlicher Anlasser im Antrieb enthalten, der aber nur den Kaltstart durchführt. Alles Weitere übernimmt das BSG.

Die 48-Volt-Hybridsysteme dienen auch dazu, die lokalen Emissionen und den Kraftstoffverbrauch zu senken. So verbrauchen solche Motorsysteme weniger Kraftstoff als ihre Pendants ohne Leichtbau-Hybridsysteme. Auch bei den CO2-Emissionen schneiden sie besser ab.

Das mHEV kann eine gute Wahl für diejenigen sein, die keine erheblichen Zusatzkosten und grössere Änderungen an ihrer gewohnten Fahrweise wünschen

Immerhin sind diese Systeme auch mit Schaltgetrieben erhältlich und verrichten ihre Arbeit völlig unauffällig für einen effizienteren Betrieb.

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